Empowerment

Viele von uns erleben im Alltag Ableismus. 
Das heißt: Wir werden wegen etwas, das andere als Beeinträchtigung sehen, benachteiligt oder ausgeschlossen. Oft fühlen wir uns damit allein.


Zum Beispiel:

Wenn wir nicht zu einem Treffen oder einer Veranstaltung gehen können, 
weil es nicht überall Zugänge für alle Menschen gibt. 
Oder wenn andere über uns entscheiden, ohne uns vorher zu fragen. 
Das kann uns wütend, traurig oder kraftlos machen.
 Eine Gruppe kann dann ein geschützter Ort sein. 
Ein Ort, an dem wir uns verstehen und wissen: Andere fühlen genauso wie ich. 


Wenn wir merken, dass viele ähnliche Erfahrungen gemacht haben, ändert sich etwas Wichtiges: 
Aus Gefühlen von Schwäche wird neue Kraft. 
Gemeinsam fühlen wir uns stärker und nicht mehr allein. Dieses Gefühl kann sehr mutmachend sein. 
Es gibt uns die Energie, uns zu wehren, unsere Wünsche klar zu sagen und für Veränderungen zu kämpfen. 
Wenn eine Gruppe gemeinsam Zugänge für alle fordert, muss es mehr beachtet werden.


Was bedeutet Empowerment? 


Empowerment heißt: Wir stärken uns selbst und gegenseitig. 
Wir entdecken unsere eigene Stärke neu, helfen uns gegenseitig und lernen, für unsere Rechte einzustehen.
 Es bedeutet: Wir wollen nicht mehr, dass andere über uns bestimmen. 
Wir wollen mitreden und Dinge in der Gesellschaft verändern.
 Ein bekannter Satz aus der Behindertenrechtsbewegung sagt das klar: 
„Nichts über uns ohne uns.“
 Wir kämpfen dafür, dass Entscheidungen nicht ohne uns getroffen werden, 
dass Zugänge für alle Menschen ein Recht sind, 
und dass unsere Sichtweisen und Erfahrungen in der Gesellschaft gehört werden.


Was wir als Verein tun


Wir wollen diese Ziele auf verschiedene Weisen erreichen:


  • Durch Treffen und Kurse, in denen wir darüber sprechen, wie wir mit ableistischen Situationen umgehen und was wir dagegen tun können.

  • Durch Gruppen zum gegenseitigen Unterstützen. 
Dort können wir in einem geschützten Raum über schwere oder schwierige Erlebnisse sprechen, uns austauschen und gegenseitig Kraft geben.
 Außerdem wollen wir nach außen sichtbar sein – zusammenhalten, mutig sein und klar gegen jede Art von ungerechter Behandlung stehen.
 Denn: Je mehr wir sind, desto mehr können wir bewegen.