Seit über 40 Jahren kämpfen Menschen mit Behinderung für gleiche Rechte und für eine inklusive Gesellschaft. Inklusive Gesellschaft bedeutet: Alle Menschen gehören dazu – niemand wird ausgeschlossen.
Es gibt schon einige gute Gesetze. Zum Beispiel steht im Grundgesetz, dass niemand wegen einer Behinderung benachteiligt werden darf. Und es gibt die UN-Behindertenrechts-Konvention. Trotzdem werden Menschen mit Behinderung immer noch oft benachteiligt.
Zum Beispiel:
- Kinder mit Behinderung dürfen oft nicht auf normale Schulen gehen.
- Viele Menschen müssen in besonderen Heimen wohnen.
- Viele arbeiten in Werkstätten und bekommen dort sehr wenig Geld.
- Es gibt viele Barrieren: in Gebäuden, im Verkehr, bei der Arbeit, in der Freizeit und im Internet.
- Menschen mit Behinderung dürfen kaum bei politischen Entscheidungen mitreden.
- Es gibt immer noch viele Vorurteile und Gewalt gegen Menschen mit Behinderung.
Der Grund dafür sind Macht-Strukturen in der Gesellschaft. Diese Strukturen sorgen dafür, dass Menschen mit Behinderung weniger Rechte haben.
Das Anti-ableistische Netzwerk will das ändern. Wir sagen: Menschen mit Behinderung werden unterdrückt. Und das muss aufhören.
Wir unterstützen uns gegenseitig. Das nennt man: Empowerment. Wir helfen uns, stark zu sein und für uns selbst zu sprechen. Wir machen Bildungs-Arbeit. Und wir sprechen offen über Ungerechtigkeit.
Wir wollen politischen Druck machen, damit sich wirklich etwas ändert. Nur wir selbst – die Menschen mit Behinderung – können diese Veränderung anstoßen.
Wir sind auch auf der Seite von anderen Gruppen, die gegen Unterdrückung kämpfen. Zum Beispiel:
- gegen Rassismus,
- für Gleichberechtigung von queeren Menschen
- und für die Rechte von Tieren.
Unser Ziel ist eine Welt, in der alle gleichberechtigt und verbunden leben können. Niemand soll mehr unterdrückt werden – kein Mensch und kein Tier.
Dafür steht das Anti-ableistische Netzwerk.